Art 104c
Der Bund kann den Ländern Finanzhilfen für gesamtstaatlich bedeutsame Investitionen der finanzschwachen Gemeinden (Gemeindeverbände) im Bereich der kommunalen Bildungsinfrastruktur gewähren. Artikel 104b Absatz 2 und 3 gilt entsprechend.
Die Website von Dirk Vöpel – Mitglied des Deutschen Bundestages für Oberhausen und Dinslaken

„Jetzt ist auch mal der Westen dran“

Meine Antworten auf die (ziemlich umfangreiche) Kandidatenbefragung durch die NRZ Dinslaken wurden gestern veröffentlicht. Hier sind sie:

1. Personalien

Name:
Dirk Vöpel


Partei:
SPD


Wahlkreis:
117 – Oberhausen / Wesel III (Dinslaken)


Geburtsdatum und Ort:
29.05.1971 in Oberhausen


Derzeitige politische Funktion(en):
Bezirksbürgermeister von Alt-Oberhausen,
Mitglied des Rates der Stadt Oberhausen,
Sprecher der SPD-Ratsfraktion im Umweltausschuss


Wohnort:
Rombacher Straße 5b
46049 Oberhausen


Familienstand:
geschieden, eine Tochter (13)

2. Persönliches

Welche Schule haben Sie besucht, welchen Abschluss haben Sie gemacht?
Landwehr-Grundschule, Elsa-Brändström-Gymnasium (Abitur)


Seit wann engagieren Sie sich politisch und wann wollten Sie die Politik zu Ihrem Beruf machen?
Ich engagiere mich seit 1988 ehrenamtlich in der SPD und als Kommunalpolitiker, hatte aber nie das Ziel, Berufspolitiker zu werden. Die Politik stellt einen manchmal vor persönliche Entscheidungssituationen, die nicht vorhersehbar oder gar planbar sind.


Was war Ihr voriger Berufswunsch?
Ich habe schon früh meine Leidenschaft für Computer und Informationstechnik zum Beruf gemacht und arbeite seit vielen Jahren als selbstständiger IT-Systembetreuer.


Hatten Sie mal über längeren Zeitraum Kontakt zu Menschen mit Behinderung? Wie sah dieser Kontakt aus? Was hat er Ihnen gebracht?
Ich durfte meinen Zivildienst beim Arbeitskreis Behinderter und Nichtbehinderter im Katholischen Stadthaus in Mülheim an der Ruhr ableisten und war dort immer wieder beeindruckt von der Kraft und dem Lebensmut der vermeintlich „Schwächeren“.


Haben Sie in Ihrer Jugend an Demonstrationen teilgenommen? Wenn ja: welche? Wenn nein: warum nicht?
In meiner Zeit als aktiver Jungsozialist habe ich unter anderem an Demonstrationen gegen Sozialabbau, für mehr Ausbildungsplätze und gegen Neonazi-Versammlungen teilgenommen.


Wie gelangen Sie zur Arbeit und wie lange sind Sie unterwegs?
Ich betreue Computer-Systeme und -Netzwerke im gesamten Stadtgebiet und bin daher berufsbedingt oft mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs.


Besuchen Sie regelmäßig soziale Einrichtungen? (auch Gefängnis, JVA etc.) Welche?
Ich bin regelmäßig (und sehr gerne) in Seniorenwohnanlagen und Altenheimen zu Gast, weil ich als Bezirksbürgermeister und Ratsmitglied auch häufig städtische Altersehrungen überbringen darf.


Wenn Sie entspannen wollen, was tun Sie dann?
Ganz konventionell: Auf’s Sofa, Beine hoch und einen spannenden Film oder eine interessante Serie sehen.


Was ist Ihr liebstes Reiseziel?
Immer wieder Frankreich, möglichst an der Küste.


Haben Sie einen bevorzugten Schriftsteller und ein Lieblingszitat von diesem?
Raymond Chandler (amerikanischer Kriminalroman-Schriftsteller): „Sie brauchen mir nichts zu erzählen. Es genügt, wenn Sie mir Fragen stellen, die ich nicht beantworten kann.“


Haben Sie ein (lebendiges oder totes) Vorbild? Wenn ja: Warum diesen Menschen?
Meine Vorbilder sind Menschen, die ihre Aufgabe wichtiger nehmen als ihre persönliche Befindlichkeit.


Können Sie sich für Sport begeistern? Für welchen?
Fußball, ganz klar.


Was halten Sie von der Fußball-WM in Katar?
Zu heiß.


Wenn Sie sich ein Sonntagsessen wünschen dürfen, was gibt es dann?
Warm und gut gewürzt ist schon in Ordnung.


Sind Sie Vegetarier oder sogar Veganer?
Ich esse auch gerne mal eine Curry-Wurst.


Kaufen Sie oft im Bioladen ein?
Eher selten.


Haben Sie Haustiere?
Ich habe eine solide Arbeitsbeziehung zu den beiden Meerschweinchen meiner Lebensgefährtin.


Was fällt Ihnen leichter? Reden schreiben oder Reden halten?
Beides. Aber vor allen Dingen: Zuhören.


Um wie viel Uhr mussten Sie als 16-Jähriger Zuhause sein?
Punkt 22.00 Uhr, aber die Zeitzone war umstritten.


Hören Sie in Ihrer Freizeit viel Musik, wenn ja, welche?
Da ich viel im Auto unterwegs bin, höre ich tagsüber vor allem Radio. Ansonsten alles querbeet.


Gibt es Vornamen, die Sie Ihren Kindern niemals geben würden?
Ja.

3. Politisches

Warum kandidieren Sie?
Ein Freund hat es so formuliert: „Du schimpfst seit Jahren wie ein Rohrspatz auf die Bundespolitik. Jetzt zeig doch mal, ob du es besser machen kannst.“


Was war für Sie die interessanteste Begegnung mit Menschen in Ihrem Wahlkreis?
Praktisch jede Begegnung ist interessant und hat ihren eigenen Reiz. Der unmittelbare Kontakt zu den Menschen macht mir im Wahlkampf am meisten Spaß.


Was wollen Sie verändern und mit welchen Mitteln? (Bitte nur das wichtigste Ziel nennen)
Die armen Städte im Westen brauchen dringend mehr Finanzhilfe vom Bund. Wir haben lange und mit vielen Milliarden den Aufbau Ost unterstützt. Ich finde: Jetzt ist auch mal der Westen dran. Deshalb will ich einen Solidarpakt für ganz Deutschland.


Glauben Sie, dass es in den nächsten Jahren häufiger Modeparteien, wie die Piraten, geben wird?
Ob es mehr oder weniger „Modeparteien“ geben wird, hängt stark von der Attraktivität und gesellschaftlichen Integrationskraft der Volksparteien ab. Hier sehe ich eine ganz wichtige Aufgabe, gerade für meine SPD.


Was halten Sie von G8? Inwiefern glauben Sie, dass Schüler mit den aufkommenden NCs Probleme bekommen?
Der doppelte Abiturjahrgang ist eine besondere Herausforderung: Für die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer, die Universitäten und die Politik. Ich drücke jedem und jeder die Daumen, dass er oder sie den gewünschten Studien- oder Ausbildungsplatz bekommt. Das G8 wäre für mich als G10er ein recht ehrgeiziges Ziel gewesen.


Was halten Sie von alternativen Schulformen? (Montessori, Waldorf etc.)
Meine Tochter besucht selber ein Gymnasium mit Montessori-Unterbau. Nicht alle, aber viele Schülerinnen und Schüler können von alternativen Schulformen profitieren.

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